Ersti-Tage Germanistik im Sommersemester 2022

Liebe Kommiliton*innen!

Du hast dich für das Bachelor- oder Master-Studium der Germanistik an der Universität Heidelberg entschieden. Das freut uns sehr! Doch was heißt das eigentlich? Was bedeutet „Studium“ als konkrete Herausforderung, sowohl privat als auch fachlich? Wie meldet man sich beispielsweise zu den Kursen an?

Das sind nur einige der vielen Fragen, die wir dir gerne beantworten möchten. Dazu laden wir dich herzlich am

Dienstag, den 12.04.2022, sowie Mittwoch, den 13.04.2022,

zu den Einführungstagen (ETG) im Sommersemester 2022 ein. In Kleingruppen, bestehend aus studentischen Tutor*innen und anderen Erstis, wirst du die Möglichkeit haben, alle Fragen rund ums Studium zu stellen. Die Anmeldeinformationen und der genaue Ablauf werden dir via E-Mail bekanntgegeben.

Wir möchten dir im persönlichen Gespräch nicht nur die Struktur des Studiums näherbringen und dir wichtige Informationen und Tipps zu Studienvoraussetzungen und -aufbau mitgeben, sondern dir auch bei deiner Kurswahl helfen und dir deine Fragen beantworten. Bei Fragen kannst du uns per Mail erreichen, unsere Adresse ist weiter unten verlinkt.

Wir freuen uns auf viele neue Gesichter und Menschen hier bei uns in der Germanistik und hoffen, dir den Start in das Studium erleichtern zu können.

Bis bald!

 

Ninke Gebhardt und Leon Greiling für das Team der ETG-Tutor*innen

 

Dies ist unsere Mailadresse:

erstis@gs.uni-heidelberg.de

Hier findest du unseren Discord-Channel:

https://discord.gg/w5RY5YqFjD

Hier findest du die Instagram-Seite der Fachschaft Germanistik:

https://www.instagram.com/fs.germanistik.hd/?hl=de

Weihnachtsstimmung

Wie jedes Jahr hat eure Fachschaft keine Kosten und Mühen gescheut, um in solch betrüblichen Zeiten eine weihnachtliche Stimmung im Seminar zu schaffen.

Stellenausschreibung EDV

Die EDV der Germanistik ist dringend auf der Suche nach Unterstützung.

Interessierte können hier die Stellenausschreibung einsehen.

Über eine Bewerbung würden wir uns sehr freuen!

Kneipentour Germanistik

Loader Wird geladen...
EAD-Logo Es dauert zu lange?

Neu laden Dokument neu laden
| Öffnen In neuem Tab öffnen

Download

KNEIPENTOUR

Liebe Kommiliton*innen,

wir laden euch (endlich wieder) zu unserer alljährlichen Kneipentour ein. Dieses Angebot richtet sich vor allem an alle, die ihr Studium in den letzten drei Semestern begonnen haben und nun auch außerhalb ihrer Seminare ins Gespräch kommen wollen.
Es sind jedoch auch alle anderen herzlich eingeladen, die Lust haben, mit uns den Weihnachtsmarkt zu erkunden und anschließend in die beliebten Kneipen zu ziehen.

Alle Infos entnehmt ihr diesem Poster! Bitte beachtet vor allem die geltende 2G-Regel.

Wir freuen uns auf zahlreiche neue (und „alte“) Gesichter!

Eure Fachschaft Germanistik

Umfrage Univital

Liebe Studierende der Germanistik,

Univital, ein Projekt zum Studentischen Gesundheitsmanagement der Universität Heidelberg führt momentan eine kurze Umfrage zu Studienverhältnissen durch und hofft auf eine möglichst große Beteiligung in allen Fachrichtungen. Darum würden wir uns freuen, wenn möglichst viele an der Umfrage teilnehmen würden.

Hier ist der Link zur Umfrage: https://ww3.unipark.de/uc/SGM/a6b9/

Vielen Dank schon einmal

Die Fachschaft Germanistik

Präsent bleiben – Ein Brief an die Bildungspolitiker*innen in Ländern und Bund

Die Fachschaft Germanistik hat sich, aufgrund der leider immer noch Online stattfindenden Lehre, dazu entschieden einen von anderen Fachschaften und der Initiative OnlineLeere verfassten offenen Brief zu unterstützen.

 

Präsent bleiben.

 

 

Ein Brief an die Bildungspolitiker*innen in Ländern und Bund

 

Wir sind ein bundesweiter Zusammenschluss aus studentischen Initiativen und Organen. Bei uns finden Perspektiven aus unterschiedlichen Studienrichtungen, Hochschulstandorten und Tätigkeitsfeldern zusammen.

Eine Gesellschaft, die ihre Universitäten vernachlässigt, schadet mittel- und langfristig sich selbst. Eine Universität bildet nicht nur Fachpersonal der Zukunft aus, sondern sie stellt auch ein Forum dar, das sozialen Zusammenhalt und den vernunftbasierten Diskurs über gesellschaftliche Veränderungen fördert. Damit dies auch jetzt und in der Zeit nach der Pandemie gelingt, braucht die Universität dringend Zuwendung.

Unser Zusammenschluss hat eine Forderung: Lassen Sie uns studieren!

Die Universität ist keine Lehranstalt, kein Serviceprovider, der nach Belieben auf Ersatzangebote ausweichen kann. Sie ist ein realer, physischer Ort. Ein Stück Stadt. Ein Lebensabschnitt.

Seit einem Jahr kommt in der Online-Lehre die Bologna-Reform an ihren konsequenten Endpunkt: Die Bildungserfahrung wird endgültig in schwarze Kacheln aufgelöst.

Bitte setzen Sie sich für unmittelbare Erleichterungen der derzeitigen Studiensituation, ernsthafte Präsenzbemühungen für das kommende Wintersemester und die transparente Kommunikation und demokratische Gestaltung der bereits begonnenen Digitalreform ein.

Unmittelbare Erleichterungen

In der Ungewissheit, die im letzten Frühjahr herrschte, war es richtig, die Präsenzlehre vorübergehend einzustellen. Wir erkennen an, dass damit ein Beitrag zur Eindämmung des Infektionsgeschehens geleistet wurde. Mit zunehmendem Wissen über das Virus wurde es an einigen Orten möglich, mit Konzepten, die diese wissenschaftlichen Erkenntnisse einbeziehen, verhängte Einschränkungen schrittweise aufzuheben. Wir verstehen nicht, warum solche Konzepte an den Orten der Wissenschaft selbst nicht realisiert werden.

In vier Bereichen fordern wir die Verantwortlichen auf, unverzüglich zu handeln:

(1) Psychische Gesundheit: Die Pandemiemaßnahmen haben die bereits abnehmende psychische Gesundheit von Studierenden weiter verschlechtert.[1] Ausgerechnet die psychologischen Beratungsstellen der Universitäten gehören zu den meist nur digital stattfindenden Angeboten. Für die psychische Gesundheit ist die menschliche Begegnung unverzichtbar. Wir fordern daher eine unverzügliche coronakonforme Öffnung und den Ausbau der Angebote.

(2) Finanzielle Unterstützungsangebote: Durch den Wegfall von Minijobs insbesondere in der Gastronomie und der Veranstaltungsbranche sind zahlreiche Studierende in finanzielle Notlagen gekommen.[2] Zu ihrer ökonomischen und psychologischen Entlastung fordern wir verbindliche finanzielle Zusicherungen (z.B. BAföG-Verlängerung schon für das Wintersemester, Erhöhung von Kinderfreibeträgen und einen nicht-kreditbasierten Ausbau der Nothilfen).

(3) Bibliotheken: (Teil-)Schließungen der Bibliotheken erschweren Forschung und Studium insbesondere in literaturintensiven Fächern massiv. Junge Studierende können den Gebrauch wissenschaftlicher Bibliotheken derzeit nicht lernen. Fortgeschrittene Studierende und Dozierende können wichtige Methoden ihrer Forschung und ihres Studiums nicht anwenden. An vielen Standorten kaum, manchmal gar nicht zugänglich sind auch ruhig gelegene Bibliotheksarbeitsplätze und (Klein-)Gruppenarbeitsräume. Wir fordern daher die sichere Öffnung von Bibliotheken, Arbeitsplätzen und -räumen zu den im Regelbetrieb vorgesehenen Öffnungszeiten.

(4) Mensen: Wir fordern Öffnungsregelungen der Mensen analog zu betrieblichen Kantinen. Auch dies würde zur Linderung von Einsamkeit und finanziellen Nöten beitragen.

Rückkehr zur Präsenzlehre

Wir möchten betonen: Der generellen Atmosphäre der Unsicherheit, in der sich Studierende derzeit befinden, wird durch diese Forderungen noch nicht Einhalt geboten. Es mangelt hierfür vor allem an verbindlichen Aussagen über die Realisierung des kommenden Semesters. Ein erneutes Digitalsemester ist als Perspektive nicht hinnehmbar.

Wir nehmen zur Kenntnis, dass im April der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz eine Präsenzrate für das kommende Semester benannt hat.[3] Wir sind allerdings der Auffassung, dass der genannte Wert von 30 % den restriktiven hochschulpolitischen Krisen- und Reformkurs der letzten Monate weiter normalisiert.

Angesichts der Impf-Prognosen erwarten wir zum Wintersemester ein klares Bekenntnis zur Präsenzuniversität: Wir fordern, dass ab dem kommenden Wintersemester wieder mehr als die Hälfte der Hochschulveranstaltungen in leiblicher Anwesenheit stattfindet. Diese Quote muss in kommenden Pandemiephasen aufrechterhalten werden, notfalls durch umfassende Investitionen in zusätzliche Hygienemaßnahmen.

Konkret fordern wir,

(1) alle Studiengänge und Semester in Wiedereröffnungskonzepte einzubeziehen. Die von uns geforderte Präsenzrate muss in allen Studiengängen und innerhalb der Studiengänge sowohl in grundständigen als auch in weiterführenden Modulen erreicht werden.

(2) mit kleinen, interaktiven Formaten zu beginnen, insbesondere mit Seminaren, Kolloquien, Sprachkursen und Übungen.

(3) die Raumknappheit durch Zusammenarbeit mit Kinos, Hallen, Clubs und Theatern zu lösen. Dies trägt auch zur Besserung der ökonomischen Situation von Angestellten des Kultur- und Veranstaltungssektors bei.

(4) Fachschaften und Hochschulgruppen „Muster-Konzepte“ zur Verfügung zu stellen. Ein von Expert*innen entwickelter Pool von Musterkonzepten muss ehrenamtliche Studierende bei der Planung von Präsenzveranstaltungen entlasten, die die Vernetzung und das Sozialleben fördern (bspw. Ersti-Veranstaltungen, Bibliotheksführungen, Uni-Kinos, etc.).

(5) Corona-Tests zu ermöglichen, so lange nicht alle Studierenden einen Impftermin bekommen konnten. Diese zu gewährleisten, ist unseres Erachtens Aufgabe der Länder und Hochschulleitungen, nicht der Studierendenschaft oder der Studierendenwerke.

(6) keine Fortsetzung der Benachteiligung von Hochschulen in bundesweiten Öffnungskonzepten gegenüber anderen Bildungsinstitutionen zuzulassen und die spezielle Rolle der Hochschulen für unsere Gesellschaft zu achten.

Digitalreform der Universität

Die Präsenzlehre steht aktuell unter einem hohen Rechtfertigungsdruck. Aussagen wie die des Vizepräsidenten der Hochschulrektorenkonferenz, dass „auf Dauer mit einem digitalen Anteil von 20 bis 40 %“[4] gerechnet werden müsse, stimmen uns bedenklich. Die Zukunft der Universität muss in Anbetracht des Ausnahmezustands der letzten Semester dringend Gegenstand einer offenen, gesamtgesellschaftlichen Debatte werden. Es reicht nicht, wenn wir, die Betroffenen, davon aus der Presse erfahren.

Wir lehnen Digitalisierung an Universitäten nicht ab. Im Gegenteil, in einer medialisierten Gesellschaft ist sie unabdingbar. Die Digitalisierung muss aber der Hochschulfamilie nutzen und von einem Dialog mit allen Beteiligten begleitet sein.

Von der Art und Weise, wie wir aus dem virtuellen Ausnahmezustand herausgehen und auf ihn zurückblicken, wird die weitere Richtung der schon angelaufenen Digitalreform des Hochschulsystems abhängen. Wir fordern hier zwei strukturbildende Maßnahmen:

(1) Angemessene Evaluation der Corona-Pandemie: Wir befürchten eine unausgewogene Reflexion der Pandemieerfahrungen. Insbesondere die gesellschaftlichen, sozialtopologischen und kulturellen Aspekte der sprunghaften Digitalisierung scheinen in vielen Evaluationen unbeachtet zu bleiben.[5] In Kommissionen zur Beurteilung der Auswirkungen pandemiebedingter Maßnahmen auf die Universitätskultur könnte ergänzend die primär qualitative Reflexion von Pandemieerfahrungen geleistet werden. Schwerpunkte könnten Fächerkulturen, Hochschulöffentlichkeit, Gleichstellungsaspekte, Bildungsgerechtigkeit und der Charakter von universitärer Forschung, Lehre und Studium sein.

(2) Konkurrenz von digitalen und analogen Formaten vorbeugen: Digitale Formate stellen für uns keinen adäquaten Ersatz für Präsenzlehre dar, sondern sind parallel zu ihr eine Ergänzung des universitären Konzerts. Digitalisierung darf nicht als Instrument für Einsparungen im Bildungsbereich missbraucht werden. Jegliche Ausgaben für den Ausbau (teil-)digitaler Infrastruktur, der Entwicklung und Durchführung von Online-Lehre oder sonstige aus Digitalisierung erwachsende Fixkosten müssen als Zusatzinvestitionen zur Grundfinanzierung der Präsenzuniversität klassifiziert werden. Jeder dieser Zusatzinvestitionen muss in gleichem Umfang eine zweckgebundene Zusatzinvestition in die Universität als physischen, sozialen Ort entsprechen. Um diesen Ausgleich zu gewährleisten, braucht es die Schaffung einer Gesetzesgrundlage. Die Frage nach virtueller oder Präsenzlehre darf kein Nullsummenspiel werden.

Schluss

Wir kritisieren, dass der ursprüngliche Lockdown der Universitäten seit nunmehr 2 ½ Semestern andauert. Hierunter leiden nicht nur Forschung, Lehre und Studium, sondern auch Menschen, die beengt wohnen, einsam, psychisch belastet, finanziell oder sozial benachteiligt sind.

Darüber hinaus haben Universitäten auch eine gesamtgesellschaftliche Funktion zu erfüllen: Sie sind Lern-, Begegnungs- und Streitraum. Wir fordern, dass sie diese Verantwortung zeitnah wieder wahrnehmen dürfen. All das geht – etwa durch Phasenpläne – auch sicher in einer Pandemie wie dieser. Die hohen Inzidenzzahlen von gestern sind keine Rechtfertigung für die Konzeptlosigkeit von heute und morgen.

Bitte nehmen Sie sich der Universität und damit der Zukunft unserer Bildung endlich ernsthaft an!

Zur Initiative